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Internationale Steuerstruktur – Holding, OpCo, IP

Sauber gebaute Strukturen senken die effektive Steuerlast und schaffen Schutz. Schlecht gebaute sind ein Compliance-Albtraum. Worauf es ankommt.

G4,9

Grundlagen

Eine internationale Steuerstruktur ist keine Sammlung von Briefkastenfirmen, sondern eine bewusste Zuordnung von Funktionen, Risiken und Vermögenswerten auf verschiedene Gesellschaften und Standorte. Wer hält Anteile? Wo entstehen Gewinne? Wo wird welche Substanz aufgebaut?

Bausteine einer Struktur

  • Holding: bündelt Beteiligungen, oft in Zypern, Malta oder NL
  • OpCo (Operative Gesellschaft): macht das tatsächliche Geschäft
  • IP-Holding: hält Marken, Software, Lizenzen
  • Service-Gesellschaft: Management, Konzernverrechnung

Beispielstrukturen

Beispiel A – Solo-Unternehmer in Dubai: UAE Free Zone Company als OpCo, persönlicher Wohnsitz in den UAE, kein deutsches Steuerthema sofern AStG sauber gelöst ist.

Beispiel B – EU-Holding-Struktur: Zypern-Holding hält Anteile an operativer Ltd in Malta oder Estland. Dividenden fließen via EU-Mutter-Tochter-Richtlinie meist quellensteuerfrei.

Compliance & Risiken

  • Substanz: echtes Office, Personal, lokale Entscheidungen
  • Verrechnungspreise (Transfer Pricing): fremdüblich dokumentiert
  • CFC / Hinzurechnungsbesteuerung (§§ 7 ff. AStG)
  • Geschäftsleitung im Ausland – nicht aus DE heraus

Wichtig

Internationale Strukturen funktionieren nur, wenn sie gelebt werden. „Auf dem Papier" ist heute überall ein Risiko.
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